SMT Scharf AG: starkes Chinageschäft im Jahr 2019

HAMM. Der Anbieter kundenindividueller Transportlösungen und Logistiksysteme für den Untertagebergbau SMT Scharf AG hat Ende März seine finalen Geschäftszahlen für 2019 veröffentlicht. Insbesondere die dynamische Umsatzentwicklung in China hat zu einem deutlichen Umsatz- und Ergebniswachstum beigetragen.

Die Einschienenhängebahnen von SMT Scharf kommen im Untertagebergbau zum Einsatz. Sie werden speziell für den Personen- und Materialtransport in verzweigten Streckennetzen mit wechselnden Neigungen konzipiert. Foto SMT Scharf AG

SMT Scharf konnte im Berichtsjahr den Konzernumsatz um 6,5 Prozent auf 75,4 Millionen Euro steigern. Gleichzeitig erzielte das Unternehmen ein operatives Ergebnis (EBIT) von 6,8 Millionen Euro – ein signifikanter Anstieg von 28,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit 97 Prozent (2018: 98 %) wurde der Großteil der Umsatzerlöse auch weiterhin im Ausland erzielt. Dabei untermauerte China seine Rolle als weiterhin wichtigster Auslandsmarkt des Unternehmens mit einem Anteil von 41,5 Prozent beziehungsweise 31,3 Millionen Euro. Im Jahr 2018 hatte SMT Scharf dort 40 Prozent seines Umsatzes erzielt (28,3 Mio. EUR).

Die SMT Scharf Gruppe entwickelt, baut und wartet Transportausrüstungen für den Bergbau unter Tage sowie für Tunnelbaustellen. Hauptprodukt sind entgleisungssichere Bahnsysteme, die weltweit vor allem in Steinkohlebergwerken sowie beim Abbau von Gold, Platin und anderen Erzen unter Tage eingesetzt werden.

Ab 2021 ist für Bergwerksbetreiber in China die neue sogenannte China-III-Regulierung verbindlich. Um ihre Kapazitäten voll auszuschöpfen, hatten sich einige Unternehmen vorerst doch für Transportlösungen mit der China-II-Zulassung entschieden. Im Schlussquartal 2019 konnte SMT Scharf daher ein unerwartet starkes Umsatzwachstum verzeichnen. Der Konzernumsatz erreichte in diesem Zeitraum 25,7 Millionen Euro und trug damit wesentlich zum deutlich positiven Umsatzwachstum im Gesamtjahr 2019 bei.

Für das Geschäftsjahr 2020 rechnet der Vorstand der SMT Scharf AG mit einem Konzernumsatz in einer Spanne von 72 bis 75 Millionen Euro sowie mit einem EBIT im Korridor von 5,5 bis sechs Millionen Euro. Mit Blick auf den chinesischen Markt rechnet das Unternehmen damit, dass positive Effekte auf das Geschäft von SMT Scharf wegen der andauernden Zulassungsthematik dort frühestens ab der zweiten Jahreshälfte 2020 zu erwarten sind.

Diese Prognose wurde auf Basis des zum Zeitpunkt der Berichtsveröffentlichung im März 2020 vorliegenden Sachstands getroffen, zu dem noch keine konkreten wirtschaftlichen Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie auf die Geschäftszahlen der SMT Scharf bezifferbar waren. Gleichwohl verdichten sich die Anzeichen, dass es im weiteren Jahresverlauf 2020 durch die Ausbreitung des Coronavirus zu deutlich negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in den Zielmärkten der SMT Scharf insgesamt als auch auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens selbst kommen könnte.