InstaFreight: Lkw-Transporte China-Europa neu im Portfolio

BERLIN. Das Kreuzberger Unternehmen InstaFreight hat sein Portfolio um Lkw-Verkehre von China nach Europa und umgekehrt erweitert. Damit reagiert die digitale Spedition auf die Nachfrage nach Transportmöglichkeiten in beide Richtungen.

Nach eigenen Angaben betreibt InstaFreight über seine digitale Plattformlösung ein Partnernetzwerk aus über 12.000 Fuhrunternehmen im eurasischen Raum, von denen ein Teil auch auf der Seidenstraße aktiv ist. Foto: imago images / Xinhua

Das Unternehmen will so dazu beizutragen, die durch die Auswirkungen der Coronakrise gestörten Lieferketten zu stabilisieren. „Als Spediteur ist es unsere Aufgabe, in solchen Zeiten pragmatisch zu sein und für Probleme wie den aktuell stockenden Warenfluss von China nach Europa Lösungen zu finden“, sagt Philipp Ortwein, Gründer und Geschäftsführer der InstaFreight GmbH.

Das Unternehmen betreibe über seine digitale Plattformlösung ein Partnernetzwerk aus über 12.000 Fuhrunternehmen im eurasischen Raum, von denen ein Teil auch auf der Seidenstraße aktiv ist. Der Transport gehe je nach dem gewünschten chinesischen Standort direkt über Russland oder auch über Kasachstan und die Mongolei.

Das Angebot soll die knappen Luft- und Eisenbahntransporte auf dieser Relation ergänzen, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Die Laufzeit der Transporte betrage 20 bis 22 Tage, je nach Annahme- und Abladeort. Mit doppelten Fahrerbesatzungen lasse sich diese zudem um mehrere Tage verkürzen.

Schon jetzt arbeite das Team im Mehrschichtbetrieb, um die Transporte trotz der aktuell schwierigen Lage sicher durchzuführen. Dazu zählten zum Beispiel auch Fahrzeugwechsel an der chinesischen Grenze, was aufgrund der aktuellen Ein- und Ausreiseregelung notwendig ist. „Wegen des Rückstaus von Luftfrachtsendungen für Europa an den chinesischen Flughäfen haben wir im Durchschnitt fast die gleiche Gesamtlaufzeit auf der Straße wie in der Luft“, so Maximilian Schaefer, ebenfalls Gründer und Geschäftsführer.