China verhängt temporären Einreisestopp

PEKING. Vor dem Hintergrund der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 und der damit rasch einhergehenden Zunahme von COVID-19-Erkrankungen hat die chinesische Regierung beschlossen, die Einreise von Ausländern mit Wirkung ab 28. März 2020 vorübergehend auszusetzen, teilte das Außenministerium am 26. März auf seiner Homepage mit.

Einreisestopp ab 28. März, 00.00 Uhr: Wer jetzt aus beruflichen oder humanitären Gründen nach China reisen will, muss ein neues Visum beantragen. Foto: imago images / Xinhua
Einreisestopp ab 28. März, 00.00 Uhr: Wer jetzt aus beruflichen oder humanitären Gründen nach China reisen will, muss ein neues Visum beantragen. Foto: imago images / Xinhua

Der Einreisestopp gelte auch für Ausländer, die im Besitz von Visa oder Aufenthaltsgenehmigungen sind, die zum Zeitpunkt der Ankündigung noch gültig sind, heißt es in der Erklärung. Davon betroffen sind auch Inhaber von APEC Business Travel Cards. Zudem setzt China die für bestimmte Städte und Regionen gewährte Visumfreiheit vorübergehend aus. Ausgenommen von dieser Regelung sind unter anderem Diplomaten und Inhaber von C-Visa (Besatzungsmitglieder von Fluggesellschaften oder Reedereien). Wer jetzt aus beruflichen oder humanitären Gründen nach China reisen will, muss ein neues  Visum beantragen. Inhaber von Visa, die nach der Ankündigung des chinesischen Außenministeriums ausgestellt wurden, sind vom Einreisestopp nicht betroffen.

In Asien wächst die Furcht vor einer zweiten COVID-19-Ansteckungswelle. Nachdem China Mitte März berichtet hatte, dass es keine Neuerkrankungen gebe, stiegen die Zahlen in den vergangenen Tagen erneut an. Dabei handle es sich um sogenannte „importierte“ Fälle, das heißt um Menschen, die sich während ihres Auslandsaufenthalts angesteckt haben.