Nordex schließt Rotorblattproduktion in Dongying

Ohne Partner hat es Nordex schwer in China © Nordex
Ohne Partner hat es Nordex schwer in China © Nordex

HAMBURG. Der Hamburger Windanlagenbauer Nordex streicht zum Jahresende 2012 rund 130 von insgesamt 160 Stellen in seinem Rotorblattwerk in Dongying. Wie die Gruppe Anfang Dezember erklärte, zieht sie damit die Konsequenzen aus der rückläufigen Auslastung der Fabrik und dem in der Region China erwirtschafteten Verlust. „Mit dem Abbau von Strukturkosten wollen wir unsere Aktivitäten in China noch in diesem Jahr auf ein nachhaltig profitables Fundament stellen“, so Nordex-CEO Jürgen Zeschky. Gegenüber dem Handelsblatt gab das Unternehmen an, dass „99,9 Prozent der Aufträge“ im Land an chinesische Hersteller gehen. Nordex sei auf der Suche nach einem einheimischen Partner trotz intensiver Bemühungen nicht handelseinig geworden.
Solange sich die Nachfrage aus China nicht wieder stärker entwickelt wird Nordex den Bedarf an Rotorblättern über externe Lieferanten decken, die auch in der Vergangenheit schon für das Unternehmen gearbeitet haben. Das chinesische Montagewerk bleibt bestehen.