Reifenhersteller Sibur verkauft Gummiwerk

Sibur will sich mehr aufs Kerngeschäft konzentrieren. © Sibur
Sibur will sich mehr aufs Kerngeschäft konzentrieren. © Sibur

MOSKAU. Der russische Reifenkonzern Sibur – Russkiye shiny (Sibur RS) hat sich von dem Kunststoff- und Gummiverarbeitungsunternehmen Saranskij zavod Rezinotekhnika (SZRT) getrennt. Der Konzern veräußerte seine SZRT-Mehrheitsbeteiligung von 83,11 Prozent bereits im Juni an den Eigentümer des Branchenunternehmens KurskRezinoTekhnika. Zum finanziellen Volumen der Transaktion machte Sibur RS keine Angaben.
Der Rückzug von SZRT erfolge im Rahmen der Konzernstrategie, die eine Konzentration auf das Kerngeschäft vorsieht. Branchenexperten sehen den Deal vor allem im Zusammenhang mit der von der Mutterholding Sibur seit Längerem geplanten Gründung eines Joint Ventures mit dem italienischen Reifenhersteller Pirelli und der Staatsholding RosTech.
Die in Saransk, der Hauptstadt der russischen Republik Mordwinien, ansässige SZRT produziert vor allem Schläuche, Gummiriemen und Transportbänder. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen 1,7 Milliarden Rubel (43,6 Millionen Euro) um und erzielte dabei einen Nettogewinn in Höhe von 4,4 Millionen Rubel (111.000 Euro).